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Novalis Eurythmie Ensemble Stuttgart

Novalis Eurythmie Ensemble

Das Novalis Eurythmie Ensemble ist ein freies, professionelles Eurythmie Ensemble, bestehend aus jungen, internationalen Künstlern.
Seit der Gründung im September 2015 konnte das Ensemble viele Programme einstudieren, die Märchen Schneeweißchen & Rosenrot und Östlich der Sonne, westlich vom Mond und u.a. die Abendprogramme Stimmen, Bilder einer inneren Landschaft, Wandel der Zeiten. Mit ca. 165 Aufführungen in den ersten vier Spieljahren erreichte das Ensemble bereits viele Menschen im In- und Ausland: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich und der Schweiz.

Anbei erhalten Sie einen Einblick in das Programmangebot für das kommende Spieljahr (2019-20).

Märchenprogramm

Die Gänsehirtin am Brunnen
ein Märchen der Brüder Grimm
Dauer: ca. 50 min / Alter: ab Kindergarten – ab November 2019

„Es war einmal, und wo war es denn nicht…“ Dieses grimmsche Märchen erzählt von einem König, der seinen drei Töchtern die Aufgabe stellt, ihre Liebe zu ihm auszudrücken. „Die beste Speise schmeckt mir nicht ohne Salz, darum hab ich den Vater so lieb wie Salz.“ Für ihre Antwort wird die jüngste Tochter vom Vater verjagt. Der König bereut seine strenge Tat, jedoch das Mädchen ist bereits im Wald verschwunden. Drei Jahre muss sie warten und die schlichte Gestalt einer Gänsehirtin annehmen, bis sie mit der Hilfe eines jungen Grafen erlöst wird, die ungerechte Tat ihres Vaters verbüßt wird und somit das Wahre ihrer Antwort gelten kann.

Eurythmie: Victoria Cid, Alena Kecova, Nicolas Prestifilippo, Anna Radin & Yumero Sasaki
Sprache: Lucas Amerbacher/Septimius-Dan Simion
Regie: Novalis Eurythmie Ensemble
Licht/Kostüme/Bühne/Musik: Novalis Eurythmie Ensemble

Programme

Entfremdung und Versöhnung
das Schicksal eines Ungeheuers
nach F. Kafkas ‚Verwandlung‘
Dauer: ca. 60 min. / Alter: Oberstufe, Erwachsene – ab Februar 2020

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ So irritierend absurd beginnt F. Kafka seine berühmteste Erzählung. Gregor Samsas Verwandlung ist so verblüffend, dass wir genötigt sind, uns mit den hieraus entstehenden Fragen auseinanderzusetzen. Wie haben wir diese Verwandlung zu verstehen, wie einzuordnen? Warum wählt Kafka gerade diesen künstlerischen Griff? Warum lässt er den Protagonisten, den Menschen als Schlüsselfigur, zum Untier werden? Aus diesen Fragestellungen heraus wenden wir uns an das Innere des Menschen, seine verschiedenen Ebenen, seine äußeren und inneren Realitäten, und lassen durch Eurythmie und Schauspiel mal humorvoll mal ernst das Schicksal eines Ungeheuers entstehen, einen Weg durch Entfremdung hin zur Versöhnung.

„War er ein Tier, da ihn Musik so ergriff? Ihm war, als zeige sich ihm der Weg zu der ersehnten unbekannten Nahrung. Er war entschlossen, bis zur Schwester vorzudringen, sie am Rock zu zupfen und ihr dadurch anzudeuten, sie möge doch mit ihrer Violine in sein Zimmer kommen, denn niemand lohnte hier das Spiel so, wie er es lohnen wollte (…) sie sollte neben ihm auf dem Kanapee sitzen, das Ohr zu ihm herunterneigen, und er wollte ihr dann anvertrauen, daß er die feste Absicht gehabt habe, sie auf das Konservatorium zu schicken, und daß er dies, wenn nicht das Unglück dazwischen gekommen wäre (…) allen gesagt hätte, ohne sich um irgendwelche Widerreden zu kümmern.“

Eurythmie: Victoria Cid, Alena Kecova, Anna Radin & Yumero Sasaki
Sprache: Lucas Amerbacher & Septimius-Dan Simion
Musik: Georgy Sivak
Regie: Novalis Eurythmie Ensemble
Licht/Kostüme/Bühne: Novalis Eurythmie Ensemble

Der Traum von den Göttern
Umrahmt von zwei kammermusikalischen Werken von Rebecca Clarke
Mit Ana Jincharadze – Piano, Marie Colombat – Violoncello & Yves Ytier – Violine
Dauer: ca. 70 Min. – ab März 2020

„Ich war im August 1914 eben so überrascht und entsetzt von den Ereignissen wie jedermann. Und dennoch habe ich, ebenso wie Tausende von Menschen, die neue Katastrophe kurz vorher gefühlt. Wenigstens hatte ich, etwa acht Wochen vor dem Beginn des Krieges, einen sehr merkwürdigen Traum“ –

Aus diesem Traumerlebnis entsteht unmittelbar vor Beginn des ersten Weltkrieges H. Hesses kleine Dichtung Der Traum von den Göttern. Sie erzählt von der Suche eines Menschen nach dem verschwundenen Licht der Welt. Auf diesem Wege begegnet er im neu errichteten Tempel der Wissenschaft dem Götterabbild des Krieges, des Schlafes, der Trunkenheit, des Ackerbaus, usw. Diese Götterbilder werden jedoch durch die neu gewonnene Erkenntnis verabschiedet – „denn die Menschheit war seit kurzem all dieser Götter satt geworden und hatte erkannt, dass es weder in der Seele des Menschen noch im Innern der Erde und der Meere einzelne Kräfte und Eigenschaften gäbe, vielmehr nur ein großes Hin und Wider der einen Urkraft, deren Wesen zu erforschen nunmehr die nächste große Aufgabe des menschlichen Geistes sein werde.

Was ist diese eine Kraft, und leben wir wirklich in einer gottlosen Welt? Ist die Zerstörungskraft des Krieges wirklich geistlos? Gegen Ende des Traumes löst sich ein ungeheures Gebilde aus der Staubwolke eines ausgebrochenen Krieges:  ein Götterhaupt, seine riesigen Arme empor hebend und siegreich schreitend in die rauschende Welt.

Auch um diese Zeit entstehen Rebecca Clarkes kammermusikalische Werke: die Cello Sonata (1919) und das Piano Trio (1921). Besonders im Piano Trio ist der Umbruch der Nachkriegsjahre zu hören, das sich gewaltige Befreien-Wollen von der Kriegslast und das sich hoffnungsvolle Wenden nach einer keimenden, besseren Menschenzukunft. So bilden beide Werke der englischen Komponistin eine sinnvoll ergänzende Umrahmung für Hesses Erzählung.

Eurythmie: Victoria Cid, Alena Kecova, Anna Radin & Yumero Sasaki
Gasteurythmie: Ia Kvaratskhelia, Mattia Pircali & Rafael Sastre
Sprache: Lucas Amerbacher/Septimius-Dan Simion
Musik: Georgy Sivak
Regie: Novalis Eurythmie Ensemble
Licht/Kostüme/Bühne: Novalis Eurythmie Ensemble

I  1. Satz aus der Cello Sonata (1919) Erster Teil | R. Clarke
II  Der Traum von den Göttern – mit ergänzender Musik | H. Hesse
III 1.Satz aus der Cello Sonata (1919) Zweiter Teil | R. Clarke
IV Piano Trio (1921) | R. Clarke

Für weitere Eindrücke und Infos besuchen Sie die Webseite: www.novalis-eurythmie-ensemble.com

Für ein Gastspiel des Novalis Eurythmie Ensembles wenden sich Interessierte Veranstalter bitte an:
Anna Radin: novalis-eurythmie-ensemble@posteo.de

NOVALIS EURYTHMIE ENSEMBLE
Schwarzwaldstr. 131
70569 Stuttgart
novalis-eurythmie-ensemble@posteo.de 
www.novalis-eurythmie-ensemble.com